Der Toplitzsee war aufgrund seiner außergewöhnlich großen Tiefe schon immer ein Ziel von Vermutungen und Gerüchten. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs war dieses Kapitel um eine Episode reicher. Im Toplitzsee sollen in den letzten Kriegstagen laut Augenzeugenberichten Einheimischer dutzende Kisten versenkt worden sein. Seitdem wird immer wieder vermutet, in diesen Kisten hätten sich die letzten Goldreserven des dritten Reichs befunden. So mancher Schatzsucher, der in dem für Taucher gesperrten See sein Glück versucht hatte, musste diesen Leichtsinn mit dem Leben bezahlen. Laut letzten Erkenntnissen war der Toplitzsee Schauplatz geheimer Unterwasserexperimente mit Sprengstoffen und Raketen. Bei professionell durchgeführten Suchaktionen wurden gefälschte englische Pfundnoten, mit denen die englische Wirtschaft geschwächt hätte werden sollen, gefunden. Es wurden auch gefälschte Briefmarken, Sprengstoff, Waffen und andere Kriegsrelikte, nie aber Gold sichergestellt. Dennoch ist die Spekulation um einen Goldschatz im Toplitzsee nie ganz zum Erliegen gekommen.
Die Spekulationen, das berühmte Bernsteinzimmer sei in den letzten Kriegstagen im Toplitzsee versenkt worden, wurden genährt, als ein U-Boot in großer Tiefe Bilder einer in Russisch beschrifteten Kiste aufnahm. Diese Kiste konnte leider nicht geborgen werden, und so ist bis heute nicht klar, was sich wirklich in dieser Kiste befindet. |